| [ home ] | » | [ fotosynthese ] | » | [ 2007 ] | » | 31.12.2k7 |
| event | kosmonautentreffen plan b | ||||
| date | 31.12.2k7 | ||||
| location | dd-area | ||||
| line-up | diverse | ||||
| bilder | 77 bilder / 9,97 mb | ||||
ein weiteres jahr liegt hinter uns und glaubt man dem volksmund, so ist auch dieses viel zu schnell vergangenen. tatsache ist, dass die unwiederbringlichen momente auf parties mal wieder viel zu kurz gerieten. gemessen am monatlichen gehaltseingang könnte das jahr aber eigentlich nie schnell genug vergehen. ansonsten stand 2007 im zeichen der globalen erwärmung, wobei die klimadiskussionen nicht nur dem abschmelzen der polkappen galten. auch das freetekno-eis ist dünner geworden. an seinen rändern lauern eifrige behörden und kurzsichtiges publikum, die unserer schönen randscholle gemeinsam zu leibe rück(t)en. spätestens da zeigt(e) sich, dass es keiner metallischen waffen bedarf, um eine gut gemeinte bewegung zu fall zu bringen. so war das angebot an parties, vor allem aber an geeigneten locations recht dünn gesäht. man kann nur hoffen, dass der aktive rest nicht an mut verliert und wir noch viele weitere partyhöhepunkte erklimmen werden. besagtem rest verdanken wir auch den musikalischen jahresabschluss, der als gemeinschaftssause fünfer sound-systeme ein besonderes highlight zu werden versprach. pünktlich gegen 23 uhr trafen wir an dem ort ein, der nichtmal ansatzweise in der nähe sonstiger parties lag. gemeinsam mit fünf weiteren fahrzeugen erkundeten wir mögliche zufahrtswege und wurden schließlich auch fündig. der lohn des ganzen: drinnen entfaltete sich sehr schnell ein gefühl der abgeschiedenheit, welches sich im positiven sinne auf die gemüter niederschlug ... endlich waren wir "unter uns". es bedurfte auch nur noch weniger worte und schlücke und schon befanden wir uns in der nullten stunde des neuen jahres. nun kam die besonderheit einer jeden silvesterfeier zu tage, sind dies doch die einzigen parties, bei denen die lautstärke pyrotechnischen und nicht elektronischen ursprunges ist. bekanntlich dient diese knallerei der vertreibung alter geister und sollten diese tatsächlich noch unter uns geweilt haben, so wurden sie in dieser nacht meilenweit in die flucht geschlagen. denn keiner von ihnen dürfte dem schalldruck standgehalten haben, den die zahlreichen böller inmitten der gefließten industrieruine erzeugten. derart von der spirituellen last befreit, spielten wenig später die systeme los und wo eben noch das schwarzpulver die treibende kraft darstellte, da rückte nun das schwarze gold an seine stelle. frenchtek, tribe, goa, d&b und mehr auf insgesamt drei floors ... jeder wie und wann er mochte. von daher möchte ich auch gar nicht allzu sehr auf die details eingehen, sondern das gesamtergebnis einfach mit dem wort "gelungen" zusammenfassen. musikalisch wurden allerlei geschmäcker beglückt, wenn auch das dresdner publikum nicht sonderlich viel mit goa bzw. d&b am hut hat. die deko war angemessen und die stimmung ohnehin grandios. blieben nur die leichte sterilität und der hallige klang, die durch die großen räumlichkeiten hervorgerufen wurden, so dass es letztlich etwas atmosphärischer hätte zugehen können. aber dies ist allenfalls nörgelei auf hohem niveau. für mich persönlich war der jahresabschluss zugleich auch jahresabschuss, so dass ich mich im nachhinein eigentlich für das ein oder andere hohle gespräch entschuldigen müsste. wie das eben so ist, wenn man drauflosreden möchte und plötzlich keine worte mehr findet *g* aber was soll's, einmal im jahr muss das halt sein und wenn nicht zu silvester, wann dann? doch diese kleine persönliche verfehlung verblasst angesichts derer, die sich jemand mit dem diebstahl der spendenbox geleistet hat. ebenfalls nicht ganz "sauber" war die aktion eines deutlich neben sich stehenden, der doch tatsächlich an die anlage pissen wollte, wovon ich ihn gerade noch abhalten konnte. an die möglichen folgen mag ich gar nicht denken... hinzu kamen eine handfeste schlägerei und unmengen müll am ende der party und schon sind wir wieder bei der eingangs erwähnten problematik. hier reißen sich crews den arsch auf, um uns hochkarätige parties -for free- zu bieten. da werden zeit, geld und jede menge mühe investiert und dennoch bekommt es ein teil des publikums einfach nicht auf die reihe und tritt dieses engagement derart mit füßen, dass man heulen möchte. da ist es kein wunder, wenn die kontrollorgane ein gesteigertes interesse an unserer sache entwickeln oder veranstalter die lust verlieren. vorsätze für 2008 habe ich keine, wünsche jedoch schon. aus aktuellem anlass lautet der größte von ihnen: mehr verstand für die geistig armen! wenn dann noch einige mädels ihre foto-eitelkeit ablegen würden, so dass man auch mal ein bild veröffentlichen kann, wäre das ebenfalls klasse. doch der schönste und sicherlich auch realistischste wunsch liegt im erleben noch möglichst vieler parties wie dieser ;) |
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