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PräambelIrgendwann kommt der Moment, da geht auch die schönste Beziehung zu Ende. Man kann die Olle nicht mehr sehen, ihr nicht mehr zuhören und der Verfall der äußeren Hülle ist unübersehbar - von zunehmenden Midlife-Allüren ganz zu schweigen. Zur allgemeinen Beruhigung: all das trifft in unserem Fall nicht zu - zwischen der Heresy III und mir lief und läuft es prima und sie erfreut sich bester Gesundheit! Sind es sonst vor allem die Hunde, die sich Tag für Tag auf die Heimkehr ihres Herrchens freuen, so kehrt sich das Verhältnis hier um. Nichts ist schöner, als den Feierabend mit Vorfreude auf den bevorstehenden Ritt mit der Heresy angehen zu können. Der vehemente Trieb gepaart mit ihrem hingebungsvollen Seufzen und dazu ihre großen, schwingenden Hupen ... ähm Chassis natürlich! Aber die Verwechslung kommt hier nicht von ungefähr: Musikhören mit der Heresy ist purer Sex!!! Aber seien wir mal ehrlich: kaum etwas ist reizvoller als ein Stelldichein mit der frohlockenden schönen Schwester. Und so bin auch ich den Reizen der La Scala II hoffnungslos verfallen. Mit schwerwiegenden Folgen, denn zwei Diven im gleichen Raum funktionieren bekanntlich nur selten, da ist einfach zuviel Holz in der Hütte. Und da es mir das frontgeladene 3-Wege-Horn mit sensationellen 105 dB Wirkungsgrad perspektivisch einfach besser besorgen wird, ist die Zeit gekommen, den dennoch grandiosen Heresy III lebewohl zu sagen. Mögen sie einen würdigen Partner finden..... |
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Lebenslauf Es war der Mai 2008, als die Heresy III durch einen glücklichen Umstand den Weg in meine Räumlichkeiten fanden. Damals hatte sich ein "Mitbewerber" in sie verguckt, dann aufgrund spontaner Geschmacksverirrung aber doch den Rückzug angetreten. "Wohin damit?", dachte sich Herr Allhoff vom gleichnamigen HiFi-Studio und fand nach einer Irrfahrt durch die elektronische Bucht den Weg zu mir. Das mag nach Sklavenhandel klingen. Tatsächlich jedoch handelte es sich um ein völlig neues Päarchen, welches erstmal angelernt ("eingespielt") werden wollte. In den darauffolgenden Monaten jagte eine Euphorie die Nächste..... |
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Der Wolf im Schafspelz Von Kindesbeinen an wird euch gelehrt: achtet auf die inneren Werte! Und ich kann dem nur beipflichten! Optisch würden ein A-Kadett, Hornbrille und Eierlikör zur Heresy passen. Aber klanglich entführt sie euch in vollkommen neue, da von "langweiligen HiFi-Lautsprechern" zumeist unbekannte Welten. Das ist längst kein A-Kadett mehr, das ist der Saabaru mit Haldex-Kupplung vierter Generation, Ethanolantrieb und (musikalischem) Nachtsichtgerät. Die Heresy spielt derart nach vorn, dass es eine wahre Freude ist. Dabei ist sie (meiner Meinung nach) völlig frei von Horn-Färbungen, wie man sie anderswo (er)kennt. Warum ich meiner "Meinung nach schreibe"? Weil "Ungläubige" ihr gern mal Verfärbungen andichten, die ich absolut nicht bestätigen kann - wenngleich die zuspielende Elektronik natürlich ebenso eine Rolle spielt. Denkt man bei Horn-Systemen zunächst an einen nasalen, kühlen und gefühlsarmen Hoch-/Mittelton mit Hang zur anstrengenden Schärfe, so ist die Heresy III genau das NICHT. Sie spielt als MK III erstaunlich natürlich und lässt ihr Prinzip schnell in Vergessenheit geraten. Der Tiefton hinkt dabei keineswegs hinterher und spielt alternative Gehäusevarianten gnadenlos an die Wand. Das geschlossene Gehäuse entfaltet in Kombination mit der über eine gefaltete Textilsicke hart aufgehängten 30cm-Membran eine ungekannte Impulstreue. Die Heresy spielt schlichtweg staubtrocken und pfeilschnell. Der Membranfläche sei Dank zugleich mit perverser Dynamik. Was will man mehr? |
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Zielgruppe Keine Frage: ihr Métier sind energische Musik-Genres. Ihr wahres Potential entfaltet sie mit Rock, Jazz oder moderner elektronischer Musik. Ich will auch gar nicht leugnen, dass es für zartbesaitete Naturen geeignetere Schallwandler gäbe, welche noch mehr Nuancen herausschälen und Interpreten sowie Instrumente noch unverrückbarer auf der imaginären Bühne festnageln. Aber ganz ehrlich: in den wenigsten Fällen bewirken derartige Schallwandler dieses unweigerliche Fingerschnippen und Fußwippen, welches einem die Heresy beschehrt. Es verbleibt die provokante Frage: wollt ihr klinisch sterilen Sound oder darfs ein Maximum an Gefühl sein? ICH habe die Antwort auf diese Frage für mich persönlich gefunden bzw. definiert ... unabhängig etwaiger Testberichte und Usermeinungen in Internetforen. Wer also auf das letzte Quentchen Perfektion verzichten kann und stattdessen ein Maximum an Spaß bei zugleich vorzüglicher Wiedergabequalität schätzt, der ist bei Klipsch richtig. Die Heresy III bietet den Spaß einer PA-Box kombiniert mit den klanglichen Qualitäten eines HiFi-Lautsprechers. |
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Wechselwirkungen Die Heresy ist flink und fleißig wie eine Biene, aber nicht so belastbar wie ein Esel - Tiefbass gehört folglich nicht zu ihren Stärken, weshalb dieser sanft ausgeblendet wird. Da ich zuvor bereits die Heresy II besaß, kann ich dennoch mit Sicherheit sagen, dass sich der Bassbereich gegenüber der Heresy II deutlich stämmiger und tiefer präsentiert. Der Vorteil auf dem Papier ist also auch deutlich zu hören - ebenso wie der noch harmonischere Mittel-/Hochtonbereich. Dennoch wird sie nie ein Spielpartner für Hip Hop oder ähnlich tiefbasslastige Musiken werden. Wie sich die Box ungeachtet dieser persönlichen Vorlieben schlägt, ist z.B. im Test von AreaDVD nachzulesen. |
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B-Note Klipsch ist laut eigenen Aussagen der größte Kinoausstatter in den USA - das imposante Angebot scheint dies zu bestätigen. Für das kleine Kino daheim tuts natürlich auch eine Installation IN der Wand oder aber der Daheim-Maßstab THX Ultra 2. Der All-Weather-Rock zeigt aber zugleich, dass man auch außerhalb der vier Wände fit ist. Stehen keine Gehäuse gleich ob Holz oder Stein zur Verfügung, tuts natürlich auch der eigene Gehörgang. Und überhaupt: Hörner baut man seit eh und je, im Fall der Heresy z. B. seit 1957! Also: noch Fragen Hauser? |
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Ingenieurs-bla-bla Ihr durftet hier bereits vom tollem Wirkungsgrad lesen - doch was bedeutet dies überhaupt? In einem Wort: Effizienz! Das beste Arbeitstier nützt nix, wenn es sich nur von Trüffeln ernährt! Energetisch entspricht bereits ein Unterschied von nur 3dB einer Verdopplung (!!!) der Lautstärke. Akustisch bedarf es etwa 6 dB, um diese Lautstärkeverdopplung auch zu empfinden - je nach individuellem Hörvermögen werden daraus aber auch bis zu 10 dB. Nun das Wichtigste daran: 6 dB mehr erfordern bereits eine Verzehnfachung der Leistung! Das ist quasi wie daheim: zwischen aktiv und passiv erlebtem Orgasmus liegen etwa 10 Minuten lecken ...Pi x Daumen! Es ist also fast völlig egal, wieviel Mühe man sich vornerum gibt - was hinten rauskommt steht und fällt mir der Qualität der "Versorgung". |
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Persönliche Note Tja, was soll ich hierzu sagen!? Ich denke, dass bereits der bisherige Text meine Meinung gegenbüber HiFi und Klipsch dargestellt hat. Dennoch möchte ich ergänzen, dass ich persönlich ein Leben für den (für mich!!!) besten Klang führe und somit durchaus für Themen wie Kabelklang und Peripherie-Voodoo zu begeistern bin. Zweifellos konnten mich einige Ansätze begeistern, doch verbleibt Skepsis gegenüber zweifelhaften Maßnahmen wie dem Besprühen von CDs mittels speziellen "Klangsprays" oder dem Belegen der Komponenten mit Shaktis ... Verzeihung: Steinen. Zugegeben: nicht jede hörbare Verbesserung ließ sich physikalisch begründen, wohl aber mit geringerem finanziellenn Aufwand realisieren. Neben Reflexionen und Mikrophonie sehe ich persönlich vor allem bei einer geeigneten Bi-Wiring-Verkabelung einen Vorteil. Ungeachtet des Klangs sind die hier angebotenen Heresy erstaunlich schick, treffen sie mit ihrem Nussbaum-Furnier doch genau jenes Trend-Furnier, welches mittlerweile (wieder) viele Wohnräume auszeichnet. Die größtenteils bei Kunstlicht erschaffenen Fotos täuschen somit über das tatsächliche Erscheinungsbild hinweg, welches sich mehr braun denn rot präsentiert. Farblich solltet ihr euch daher vor allem am zweiten Bild orientieren (manueller Weißabgleich). |
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In Zahlen bitte...
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Klartext Nun, berücksichtigt man die "Unsauberkeiten", die eine Heresy bereits bei Auslieferung hat (auch schon die vorherige MK II), so befinden sich diese Heresy III quasi in neuwertigem Zustand mit minimalen Gebrauchsspuren ... die Amis nehmen es mit den Details eben nicht so genau. Wer perfekte Verarbeitung im Detail voraussetzt, der läge bei deutschen bzw. italienischen Lautsprechern ohnehin richtiger. Die Heresy III sind ein halbes Jahr alt und haben somit viereinhalb Jahre Restgarantie. Die Originalrechnung vom 02.05.2008 gibt es natürlich dazu. Bei Interesse können die Heresy III bei mir an einer ebenso dynamischen ROTEL-Combo Probe gehört werden. |
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Völkerwanderung Bereits auf dem Weg zu mir brachen infolge unsanfter Handhabe durch den Paketdienst die Füße einer Frequenzweiche (wurden zwischenzeitlich geklebt), weswegen ich eine persönliche Abholung bevorzuge. Nichtsdestotrotz wäre ein Versand via DHL für 13,90 EUR pro Box (innerhalb Deutschlands) notfalls möglich. Ggf. auch eine Anlieferung nach Vereinbarung. |
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Lieferumfang
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